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Tarifvertrag tvöd 2018 pflege

Für Österreichs Sozialdienste haben neue Institutionen und Praktiken der Lohnfestsetzung auf nationaler Ebene einen sozialen Bereich gestärkt. In diesem Abschnitt wird die Bildung eines nationalen Arbeitgeberverbandes mit Tarifrechten beschrieben, die dann den sozialen Bereich entscheidend geprägt haben. Im nächsten Abschnitt werden die historischen Auseinandersetzungen um den räumlichen Umfang und umfangder Feldgrenzen und -praktiken nachgezeichnet und insbesondere, wie regionale und lokale politische Akteure sich gegen einen flächendeckenden Tarifvertrag ausgesprochen haben. Der letzte Teil dieses Abschnitts befasst sich mit dem aktuellen Stand der Feldgrenzen und -praktiken und ihren Auswirkungen auf die Wahrnehmung, die Interessen und das Verhalten der Teilnehmer vor Ort, einschließlich transnationaler Anbieter sozialer Dienstleistungen. Die folgenden Abschnitte konzentrieren sich auf Feldgrenzen und -praktiken, indem empirische Belege zu den institutionellen und sozioökonomischen Strukturen und lohnabhängigen Institutionen im Sozialen sowie zu Akteuren, deren Positionen und Strategien vorgelegt werden. Die empirischen Befunde stammen im Wesentlichen aus 21 Interviews, die zwischen April 2015 und März 2017 durchgeführt wurden. In Österreich wurden zwölf Interviews mit Vertretern von Gewerkschaften, Sozialdienstleistern und deren Arbeitgeberverband geführt (siehe Tabelle 3 im Anhang). In Deutschland wurden neun Interviews mit Vertretern von Gewerkschaften, privaten und öffentlichen Arbeitgeberverbänden, Wohlfahrtsverbänden und Dienstleistungserbringern geführt (siehe Tabelle 4 im Anhang). Ziel war es, die Wahrnehmungen, Dispositionen, Interessen und Verhaltensweisen von Vertretern dieser (potenziell) an Tarifverhandlungen und Lohnfestsetzungen im Sozialdienstleistungssektor beteiligten Organisationen zu untersuchen.

Für Deutschland identifizieren Evans et al. (2012, S. 26) acht verschiedene Themen der Tarifverhandlungen, die von den sechs Wohlfahrtsverbänden, den öffentlichen Arbeitgebern und den privaten gewinnorientierten Arbeitgebern gebildet werden (siehe unten). Alle diese Arenen umfassen Dienstleister aus verschiedenen Teilsektoren. Die Interviews mit Vertretern von Dienstleistern lieferten anekdotische Belege für die Europäisierungsprozesse in der Branche. Die Interviews wurden mit Kategorien transkribiert und analysiert, die sich aus theoretischen Reflexionen und Untersuchungen des empirischen Materials ableiteten. Zu den Kategorien gehörten institutionelle sowie vereinsische und strukturelle Ressourcen, Praktiken und Überzeugungen auf verschiedenen räumlichen Maßstäben sowie inter- und intraorganisatorische Beziehungen, Wahrnehmungen, Interessen und Strategien der Akteure. Die Interviewtexte wurden nach diesen Kategorien kodiert. Um die Ergebnisse zu validieren, kodierte ein Forscher ein Interview und überprüfte es anschließend.

Diese qualitativ-interpretative Methode ermöglicht es, die historisch geschaffenen Praktiken und sozialen Bereiche der Lohnfestsetzung in sozialen Dienstleistungen zu rekonstruieren. Die Fokussierung auf einen Zeitraum von Mitte der 1990er Jahre bis 2016 ermöglichte die Beobachtung einiger kritischer Veränderungen der Lohnbildungseinrichtungen und ihrer treibenden sozialen Kräfte. Besondere Aufmerksamkeit wurde den Zusammenhängen zwischen Denbeinen zwischen Markt-, Politik- und Arbeitsbeziehungen gewidmet. Bis 2030 wird die Gesamtzahl der für Deutschland verfügbaren ausgebildeten Lehrer daher in etwa dem Bedarf entsprechen. Die Differenzierung nach Art der Lehrtätigkeit und der fachspezifischen Nachfrage zeigen jedoch, dass das Problem der unbesetzten Stellen in einigen Fällen weiterhin bestehen wird. Dies gilt insbesondere für die Berufslaufbahn ender Berufsfächer der Sekundarstufe II oder an Berufsschulen, insbesondere in den östlichen Bundesländern, und für Sonderpädagogik.